Als “Visual Basic”, oder kurz “VB”, wird eine von Microsoft entwickelte Programmiersprache bezeichnet. Da diese im Gegensatz zu diversen anderen Sprachen leicht erlernbar ist, hat sie sich im Laufe der Zeit durchgesetzt. De600px-microsoft_visual_studio_6_screenshotr Grund dafür liegt darin, dass englische Begriffe – anstatt Symbole – verwendet werden und Syntaxen somit auch von
ungeübteren Programmierern leichter nachvollzogen werden können.

Zusätzlich zu erwähnen ist, dass Visual Basic nicht frei nutzbar ist: Diese Programmiersprache zählt zu dem geistigen Eigentum von Microsoft – dieser Aspekt unterscheidet VB stark von anderen Sprachen.

Wie auch bei vielen anderen Tools, Programmiersprachen und Programmen gibt es unterschiedliche Versionen von Visual Basic. Die hauptsächliche Unterteilung erfolgt in zwei Klassifikationen:

Visual Basic Classic (VBC)

Zu dieser Kategorie zählen die älteren Versionen, welche ausschließlich objektbasiert arbeiten. Die erste Version entstand im Jahre 1991, als der QuickBasic-Compiler von Microsoft mit einem damals recht einfachen Tool verbunden wurde, welches die Gestaltung von Programmoberflächen erlaubte.

Da hier also die Gestaltung und die Programmierung einer Anwendung simultan möglich waren, eignete sich Visual Basic Classic von Anfang an sehr gut dazu, erste Prototypen eines Programmes zu erstellen. In der Regel wurden diese dann in andere Programmiersprachen übertragen und mit einem separaten Tool vom Design her verfeinert.

Visual Basic .NET

Dieser Ableger ist seit 2002 auf dem Markt. Anders, als zu vermuten ist, handelt es sich nicht einfach um einen leicht abgeänderten Ableger der vorhergehenden Versionen – es wurden zahlreiche Änderungen vorgenommen und einige Teile völlig neu konzipiert.

Visual Basic .NET arbeitet mit einer sogenannten virtuellen Maschine – der CLR (Common Language Runtime). Hierfür wird ein Zwischencode entwickelt. Dieser wird erst während der Laufzeit in den Maschinencode “übersetzt”.

Desweiteren bietet diese Sprache weitaus mehr Funktionen an, als Visual Basic Classic. Diese Zusatzfunktionen mussten sein, um sich von der Konkurrenz abzuheben, da diese in den letzten Jahren des VBC sehr stark zugenommen hatte. Jedoch sind die Syntaxen dieser Sprach oft etwas anders, als die der meisten anderen. Deshalb muss ein Programmierer sich oft erst einmal in die Theorie herein lesen, bevor er damit arbeiten kann.